Sicherheit am Campingplatz

Sommerzeit ist Reisezeit! Es gibt doch nichts Besseres als die schönsten Wochen des Jahres entspannt im Campingurlaub zu verbringen. Aber vor allem Gewitter und Langfinger können das Urlaubsvergnügen deutlich schmälern. Lesen Sie hier mehr darüber wie Sie sich am Campingplatz wirksam schützen!
Hohe dunkle Wolken, Wind, fernes Grollen und zuckende Blitze: für den einen ein grandioses Naturschauspiel, für den anderen blanker Horror.

Ist der Wohnwagen sicher? Je nach Aufbauart schützt der Wohnwagen oder das Reisemobil wie ein Faraday’scher Käfig. Bei Alu-Aufbauten oder Kunststoffaufbauten mit Metallgerippe ist man im Inneren eines Wohnwagens sicher. Man sollte sich in jedem Fall beim Hersteller über die Bauweise erkundigen.
 
Achtung: Vorsicht mit Vorzelt oder Zelt! Das Metallgestänge stellt keinen sicheren Schutz vor Blitzen dar. Es empfiehlt sich, das Zelt auf seinen festen und sicheren Stand zu prüfen, eventuell weitere Häringe einschlagen. Vorzelt oder Zelt schließen, damit bleibt innen alles trocken und Windböen können weniger Schaden anrichten.
 
Bordelektrik: Das Campingfahrzeug vom Strom abkoppeln. Am besten das Stromkabel wegräumen (nicht an der Stromsäule hängenlassen). Fernsehgerät abdrehen, Antennenmast einziehen, Sat-Schüssel bzw. Receiver ebenfalls ausschalten.
 
Was sonst noch zu beachten ist:
 
Markise einrollen, Wäsche, Badetücher, Campinguntensilien (Tisch, Sessel, Fahrräder usw.) gut und sicher verstauen (z.B. im Kofferraum oder im Vorzelt).
Fenster und Dachluken schließen.
 
Zeltcampern empfiehlt sich der Schutz im Hauptgebäude oder im Aufenthaltsraum (so ist man auch vor etwaigen herumfliegenden Teile sicher).
 

Für Tramper, Biker und Wanderer hier nochmals die wichtigsten Tipps:
 
Schutzraum suchen
Mit geschlossen Beinen in einer Senke hocken
Abstand zu Metallgittern, Weidezäunen und Bäumen halten
Fahrräder mindestens 3 Meter entfernt ablegen
Handy abstellen
 
Übrigens, das Gewitter-Zählen ist immer noch ein guter Gradmesser: Vergehen zwischen Donner und Blitz weniger als 20 Sekunden, sollte man Tische und Stühle wegräumen und alles dicht machen.
 
Bei 10 Sekunden ist das Gewitter nicht weiter als drei Kilometer entfernt und es wird höchste Zeit, sich in Sicherheit zu bringen.


Schutz vor kriminellen Übergriffen

Auch vor kriminellen Übergriffen sind Camper nicht gefeit. Allerdings können Sie, wie bei jedem anderen Urlaub, das Risiko eines Diebstahls deutlich minimieren, wenn Sie gewisse Grundregeln befolgen:
 
Fahrzeug abschließen, Fahrzeugtüren gegebenenfalls mit einem Spanngurt von Tür zu Tür sichern, Aufbau/Wohnraumtüren mit Zusatzschlössern oder Querriegeln sichern. 
 
Fahren Sie durch Stadtzentren oder eine problematische Region, empfiehlt es sich, die Zentralverriegelung zu aktivieren – insbesondere, wenn Sie im Stau stehen.
 
Wertgegenstände verstecken oder mitnehmen: Beim Verlassen des Fahrzeugs gehören sämtliche Wertsachen entweder in ein fest verankertes Wertbehältnis (z.B. Wohnmobiltresor) oder Sie tragen sie unsichtbar am Körper.
 
Alarmanlage nutzen: Das Aufrüsten mit einer Alarmanlage ist zwar mit Kosten verbunden, schreckt jedoch meist wirksam ab.
 
Sicherer Schlafplatz: Abseits von Autobahnen und Autobahnparkplätzen sind Sie sicherer. Suchen Sie vorzugsweise betreute Campingplätze auf.
 
Speichern Sie die Notrufnummern 133 oder 112 in Ihr Mobiltelefon ein um im Notfall rasch Alarm schlagen zu können. Telefonnummern zum Sperren von Handy, Kredit- und Bankomatkarten haben Sie am besten auch stets parat. Wird man trotz aller Vorsicht Opfer von Dieben, muss unverzüglich Anzeige erstattet werden. Am besten erstellen Sie bereits vor der Reise eine Übersicht aller Wertgegenstände und Dokumente inklusive der Ausweisnummern.

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Stand der Informationen: 03.08.2018

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