© Claudia Gigler
Nicht
viel länger als zehn Jahre ist es her, dass sich die Winzer des Vipava-Tales aufmachten, Touristen an die Wiegestätte ihrer
Weine zu locken – mit Erfolg! Das Tal östlich von Nova Gorica ist kein „weißer Fleck“ auf der Landkarte mehr, schon gar nicht
für Camper. Und doch gilt es immer noch als „Geheimtipp“, da es bislang vom Massentourismus verschont blieb. Das könnte sich
jetzt ändern, denn heuer
lockt Nova Gorica besonders viele Touristen an, ist es doch europäische Kulturhauptstadt.
Rund 15 Kilometer von Nova Gorica entfernt liegt unser persönliches Paradies, das Saksida Wine & Camping Resort in Dornberk bei Zalošče. Platz ist hier sowohl für Camper als auch für Wohnwagen und Zelte. Dazu gibt es einen Pool und ein Restaurant, in dem „Schöpfergeist“ Marko während der Saison Tag für Tag ein Acht-Gänge-Menü kocht – samt Weinbegleitung, versteht sich. Da verzichten wir zumindest ein- oder zweimal pro Aufenthalt aufs Selberkochen!
Von hier aus starten viele wunderbare Radtouren. In Gehweite vom Campingplatz kann der Rebensaft von Familie Lisjak probiert werden, nebst köstlichem Abendmahl. In der ganzen Gegend gibt es viele weitere lohnende Ziele, wo Winzer edle Tropfen und Leckereien auftischen.
Nicht weit entfernt finden sich zwei weitere attraktive Plätze. Im Kamp David – direkt neben dem alten Dorf Malovše – lässt sich die Zeit auf grünen Terrassen unter Eichen genießen. Auch von hier aus kann man die Region gut per Rad erkunden. Das Park Lijak Kamp Resort in Ozeljan wiederum ist beliebt bei Paragleitern, aber leider etwas in die Jahre gekommen. Das Restaurant wird hingegen hoch gelobt. Zurück nach Dornberk: Jenseits der Bahnschienen führt ein Radweg in Richtung Osten durch den Ort Branik und vorbei am weiter oben gelegenen Schloss Reifenberg, das man nur samstags besichtigen kann. Von Branik aus beginnt eine Radtour hinauf nach Štanjel und von dort hinunter nach Vipava. Štanjel ist ein bezauberndes Bergdörfchen – faszinierend vor allem auch der Ferrari-Garten. Man kann dort einfach verweilen, oder (vorab) eine Führung samt Einblick in das Familienleben von anno dazumal buchen.
In Vipava und in Ajdovščina gibt es jeweils zwei kleinere Campingplätze, vor allem aber auch eine Reihe exzellenter Restaurants und Weinbaubetriebe. Achtung: Manche sind lange im Voraus ausgebucht, aber wenn man Glück hat, gibt es hin und wieder zu Mittag noch Restplätze.
lockt Nova Gorica besonders viele Touristen an, ist es doch europäische Kulturhauptstadt.
Kultur und Geschichte an der Grenze
Das Besondere: Nova Gorica bildet zusammen mit Gorizia in Italien eine Doppelstadt, was auf die gemeinsame Geschichte verweist. Die Grenze überschreiten lässt sich etwa auch über den Radweg südlich der Stadt. Durch ihn verläuft seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs entlang des Isonzo die italienisch-slowenische Grenze. Westlich davon locken die Weingüter im Hügelland der Goriška Brda, das jenseits der Grenze ins italienische Collio übergeht. Hier herrscht kein Mangel an idyllischer Landschaft und ausgezeichnetem Wein, allerdings gibt es nur wenige Campingplätze. Uns zieht es daher weiter in Richtung Südosten, ins Vipava-Tal.Rund 15 Kilometer von Nova Gorica entfernt liegt unser persönliches Paradies, das Saksida Wine & Camping Resort in Dornberk bei Zalošče. Platz ist hier sowohl für Camper als auch für Wohnwagen und Zelte. Dazu gibt es einen Pool und ein Restaurant, in dem „Schöpfergeist“ Marko während der Saison Tag für Tag ein Acht-Gänge-Menü kocht – samt Weinbegleitung, versteht sich. Da verzichten wir zumindest ein- oder zweimal pro Aufenthalt aufs Selberkochen!
Von hier aus starten viele wunderbare Radtouren. In Gehweite vom Campingplatz kann der Rebensaft von Familie Lisjak probiert werden, nebst köstlichem Abendmahl. In der ganzen Gegend gibt es viele weitere lohnende Ziele, wo Winzer edle Tropfen und Leckereien auftischen.
Nicht weit entfernt finden sich zwei weitere attraktive Plätze. Im Kamp David – direkt neben dem alten Dorf Malovše – lässt sich die Zeit auf grünen Terrassen unter Eichen genießen. Auch von hier aus kann man die Region gut per Rad erkunden. Das Park Lijak Kamp Resort in Ozeljan wiederum ist beliebt bei Paragleitern, aber leider etwas in die Jahre gekommen. Das Restaurant wird hingegen hoch gelobt. Zurück nach Dornberk: Jenseits der Bahnschienen führt ein Radweg in Richtung Osten durch den Ort Branik und vorbei am weiter oben gelegenen Schloss Reifenberg, das man nur samstags besichtigen kann. Von Branik aus beginnt eine Radtour hinauf nach Štanjel und von dort hinunter nach Vipava. Štanjel ist ein bezauberndes Bergdörfchen – faszinierend vor allem auch der Ferrari-Garten. Man kann dort einfach verweilen, oder (vorab) eine Führung samt Einblick in das Familienleben von anno dazumal buchen.
In Vipava und in Ajdovščina gibt es jeweils zwei kleinere Campingplätze, vor allem aber auch eine Reihe exzellenter Restaurants und Weinbaubetriebe. Achtung: Manche sind lange im Voraus ausgebucht, aber wenn man Glück hat, gibt es hin und wieder zu Mittag noch Restplätze.
Wo die Soča türkis glänzt;
Das reizvolle Vipava-Tal mag manchen noch nicht vertraut sein. Das Soča-Tal - in der Verlängerung nach Norden in Richtung Predil-Pass und in weiterer Folge nach Tarvis – ist vielen Outdoor- und Sportbegeisterten bekannt. Das Angebot umfasst kleine Wandertouren zum Boka- und zum Virje-Wasserfall oder die große Variante auf einen der umliegenden Gipfel, Rafting und Canyoning oder eine rasante Talfahrt über die Bovec-Zipline im Canyon Učja. Das türkisblaue kühle Wasser und zahlreiche Badestellen in der Soča laden auch zum Schwimmen ein. Mit dem Rad befährt man das Soča-Tal in der Regel von Norden nach Süden, also von Bovec über Kobarid nach Solkan bei Nova Gorica. Wir logieren gerne bei Camping Polovnik in Bovec: ein einfacher Platz in der Nähe des Ortes, mit Restaurant und ganz viel Natur. Zwischen Bovec und Kobarid gibt es an der Radstrecke nach rund 13 Kilometern eine Stelle, die über Geröll führt und auch für geübte Mountainbiker nicht leicht passierbar ist. Wir schieben und heben unsere E-Bikes über diesen kurzen Streckenabschnitt. Die Alternative ist die wenig attraktive, weil stark befahrene, Bundesstraße."In Vipava-Tal trifft Bewegung auf Genuss und Natur auf Kultur."
Kobarid lädt zum
Verweilen ein, auch wegen des kleinen Weltkriegs-Museums, das das Geschehen während des Stellungskriegs im Gebirge illustriert.
Hier lockt zudem ein Abstecher ins Nadiža-Tal mit herrlichen Flussbadestellen. Über die steinerne Napoleonbrücke bei Kobarid
aus dem Jahr 1750 geht es hinüber aufs linke Flussufer und von dort in Richtung Süden über Tolmin nach Most na Soči und weiter
nach Solkan – alles auf schönen Radrouten. Ein Tipp noch für die Heimfahrt: Wer sich auf dem Weg über Laibach nach Hause macht,
dem seien 20 Kilometer südlich der Autobahnauffahrt von Razdrto die Škocjan-Höhlen empfohlen, ein UNESCO-Weltkulturerbe: Elf
Höhlen bilden den größten unterirdischen Canyon Europas.
Info
Saksida
Estate: de.saxida.com
Kamp David: kamp-david.si
Tourismusverbände:
vipavskadolina.si
soca-valley.com
Text und Bild: Claudia Gigler
Ein Artikel aus der Camping Revue 6/2025.
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