Stella Vita: Das solarbetriebene Wohnmobil
Neues Konzeptfahrzeug fährt 3.000 km durch Europa

Es klingt nach Science-Fiction, was die Studenten der TU Eindhoven vor Kurzem geschafft haben: Sie sind mit einem solarbetriebenen Wohnmobil quer durch Europa gefahren.

 
Unabhängig und flexibel, das ist die Devise vieler Camper. Das dachten sich wohl auch die 22 Studenten der TU Eindhoven, als Sie ihr solarbetriebenes Konzeptfahrzeug Stella Vita entwickelten. Um das vollelektrische Wohnmobil vom Papier auf die Straße zu bringen, schlossen sich Tüftler aus den unterschiedlichsten Studiengängen zusammen. Rausgekommen ist dabei ein futuristisches Wohnmobil in Blattform, das gerade einmal 1700 kg wiegt und auf 120 km/h beschleunigen kann. Dabei wird es von Lithium-Ionen-Akkus mit einer Kapazität von 60 kWh angetrieben. Bei vollen Akkus fährt die Stella Vita knapp 600 km und bei Sonnenschein sogar bis zu 730 km. Die gespeicherte bzw. produzierte Energie kann nicht nur für den Antrieb, sondern auch zum Kochen, Waschen und Betreiben von Elektrogeräten, wie z.B. einem Laptop, genutzt werden.

Nicht nur die Akkuleistung und die Reichweite sind beachtlich, sondern auch das geringe Gewicht im Vergleich zu herkömmlichen E-Autos, die ohne Campingausstattung bereits knapp 2 Tonnen wiegen.

Nicht nur Theorie: Stella Vita fährt 3000 km durch Europa


Das Solar Team der TU Eindhoven ist sich sicher, dass ihre Technik in 5 Jahren reif für die Massenproduktion ist (wer nicht solange Warten möchte kann in unserer Liste zumindest E-Autos mit Zuglast finden). Davon wollten sie auch die Öffentlichkeit überzeugen und traten am 19. September zur Fahrt quer durch Europa an. Von Eindhoven in den Niederlanden ging es durch Frankreich nach Spanien in die ca. 3000 km entfernte Hafenstadt Tarifa. Dafür hatte das Team einen Monat Zeit. Einzige Einschränkungen: Die Stella Vita darf die Strecke nur mit dem selbstproduzierten Strom fahren. Dafür standen dem 7,2 m langen und 2,5 m breiten Wohnmobil Solarpaneele am Dach zur Verfügung, die ausgefaltet eine Größe von 17,5 m2 erreichen

Mitte Oktober erreichte das Fahrzeug nach 2000 km (wegen technischen Schwierigkeiten wurden 1000 km bis zur Behebung im Zugfahrzeug zurückgelegt) seinen Bestimmungsort. Dabei fuhr das Mobil im Schnitt 80 km/h und 300 km pro Etappe, wobei auf der Reise auch öfters die Maximalgeschwindigkeit von 120 km/h und die Maximalreichweite von 750 km ausgereizt wurde. Einmal mehr bewies das Team Solar, dass bereits 2015 das solarbetriebene Familienauto Stella Lux launchte, dass ein autarkes und klimafreundliches Reisen nicht länger Zukunftsmusik ist.  

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