Camping am Festival

Der Sommer naht und mit ihm die Festivalssaison, bei denen auch Gelegenheitscamper ihr Zelt aus dem Keller holen. Um die Atmosphäre voll auskosten zu können, ist die Übernachtung am Gelände schon fast Pflicht. Ob mit Zelt oder Caravan ist für die Stimmung gleich. Mit der richtigen Ausrüstung wird der Festivalbesuch auch in puncto Komfort und Sicherheit ein Erfolg.

Zelt, Minibus oder Caravan

Die bequemste Variante zum Übernachten sind sicherlich Wohnwagen oder zum Schlafen umgebaute Kleinbusse. Sie bieten nicht nur die Möglichkeit, die Wertgegenstände sicher zu verstauen, sondern schützen auch am besten vor Wind und Wetter und erlauben es, allerlei nützliche und angenehme Dinge mitzunehmen. Hier sollte man sich im Vorfeld erkundigen, ob Fahrzeuge auf dem Festivalzeltplatz erlaubt sind. Die Tickets sind dann auch teurer.

Wer über diesen Luxus allerdings nicht verfügt, braucht ein geeignetes Zelt. Kleine Iglu-Zelte sind auch im Dunkeln schnell aufgebaut. Sie bieten zwei bis drei Personen Platz und garantieren ein Mindestmaß an Privatsphäre. Ganz besonders gut geeignet für das Festival sind Pop-Up-Zelte, die sich binnen Sekunden aufstellen lassen. Bei der Wahl des Zeltes ist es allerdings oft ratsam nicht das günstigste Modell zu nehmen. Qualitativhochwertigere Zelte schützen meist besser vor Regen und sind wesentlich länger haltbar. Zelte, die nach drei bis vier Tagen kaputt sind und deshalb zurückgelassen werden, sind einer der größten Müllverursacher auf Festivals.

Wer jedoch mit Freunden anreist und auch bei schlechtem Wetter zusammensitzen und feiern möchte, kann aber auch auf einen Pavillon oder ein großes Gemeinschaftszelt setzen. Dort finden zehn oder mehr Personen einen Schlafplatz. Allerdings dauert der Aufbau länger und stellt unter Umständen eine Herausforderung dar. Darüber hinaus sollte die Nähe zu den Mitcampern kein Problem darstellen. Um sich einen Überblick der Möglichkeiten zu verschaffen, ist es empfehlenswert einen Blick in die FAQs der jeweiligen Festival-Websites zu werfen.

Schlafsack & Isomatte

Für die Bequemlichkeit und Wärme sorgen wärmende Schlafsäcke. Aufblasbare Matratzen stellen eine bequeme Alternative zu einfachen Isomatten da und sind in der Luxusausführung sogar mit Elektromotor zu haben. In diesem Fall muss selbstredend eine Stromversorgung zugänglich sein. Selbstaufblasbare Isomatten sind zwar nicht so bequem wie Matratzen, benötigen aber weniger Platz und keine Stromquelle.

Hygiene & Gesundheit

Lange Schlangen vor den Waschmöglichkeiten und Dixies sind ein typisches Problem bei Festivals. Hygieneartikel wie feuchte Tücher und eigenes Toilettenpapier sollten daher in keiner Festivalausrüstung fehlen. Das gleiche gilt für die kleine Reiseapotheke mit allem was hilft gegen kleine Blessuren, Sonnenbrand und Katerstimmung. Es empfiehlt sich auch kleine Kanister für frisches Wasser mitzunehmen. Auf diese Weise kann man sich zur Not direkt am Zelt die Hände waschen oder Zähne putzen.

Getränke & Lebensmittel

Natürlich stehen auf Festivals viele Stände mit Getränken und Essen zur Verfügung. Wer allerdings Geld sparen und sich selbst versorgen möchte, sollte genügend Getränke und Lebensmittel mitnehmen. Vor allem ist es wichtig bei der Feierstimmung nicht die antialkoholischen Getränke für zwischendurch zu vergessen. Da auf den meisten Festivals Glasflaschen aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt sind, eignen sich Getränke in Plastikflaschen oder Tetrapacks mit Schraubverschluss. Müsliriegel und Fertiggerichte sind eine praktische Möglichkeit, sich selbst zu verköstigen. Ein Gaskocher sollte dann natürlich nicht fehlen, genau wie Plastikgeschirr und Besteck.

Praktische Extras

Zur Grundausstattung sollte die Taschenlampe gehören, um auch im Dunkeln in der Masse der Zelte den Überblick zu behalten. Um bei Regenwetter die Schlammschlacht auf dem Gelände halbwegs unbeschadet zu überstehen, bieten sich Gummistiefel an. Handliche Regiestühle und ein einfaches Party-Zelt eignen sich bestens, um auch bei Sonne oder Regen zwischen den Konzerten zusammenzusitzen.

Für verderbliche Lebensmittel und ein kühles Bier ist ein praktischer Mini-Kühlschrank ein nettes Gimmick. Solche Campingkühlschränke können beispielsweise über den Zigarettenanzünder betrieben werden.

Vorbereitung

Die Distanz vom Parkplatz bzw. Bahn-/Busstation bis zum Campingplatz sollte bei der Planung berücksichtigt werden, da man Parkplätze selten reservieren kann, aber die "Ausrüstung" getragen werden muss.

Um sich unnötigen Ärger zu ersparen, macht es Sinn einen Blick auf die jeweilige Hausordnung (zB Griller sind in der Regel am Gelände verboten) zu werfen.

Stellplatz

Um einen möglichst guten Stellplatz zu bekommen, sollte man frühzeitig anreisen. Somit ist die Gefahr geringer nur noch neben den Dixies oder entlang der Durchgangspfade zelten zu müssen. Bei der Auswahl des Stellplatzes sollte auch darauf geachtet werden, nicht genau auf einer Mulde aufzubauen. In diesen ist es nicht nur unbequem zu liegen, es sammelt sich auch Wasser in ihnen und das kann schnell zu einem überfluteten Zelt führen.

 

Schutz vor Nässe

Wie bereits anfangs erwähnt, kann die Qualtität des Zeltes hier einen großen Unterschied machen. Wenn man bereits beim Kauf auf die sogenannte Wassersäule achtet, kann man sich viel Ärger während des Festivals sparen. Eine zusätzliche PVC-Folie am Boden des Zeltes schützt vor Feuchtigkeit von unten. Zu guter Letzt hilft auch regelmäßiges Lüften, da sich sonst Innen schnell Kondenswasser sammelt.



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Stand der Informationen: 17.06.2019



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