60 Jahre Knaus Wohnwagen
#ÜberallZuhause

Vom Schwalbennest zum Travelino, vom Traveller zum Sun I. Knaus prägt die Welt des Wohnwagen- und Wohnmobilbaus seit 1960 mit. Ein Rückblick über 60 Jahre Firmengeschichte. 
Er war ein Ingenieur und Tüftler, der die Entwicklung der Freizeitmobil-Branche maßgeblich mitbestimmt hat: Helmut Knaus (24.7.1920 bis 21.5.1991), Architekt mit abgeschlossenem Studium des Ingenieur- und Baumeisterwesens, gründete 1960 in Marktbreit unweit von Würzburg zusammen mit seinen Söhnen Helmut und Albert die Knaus KG. Auf dem Höhepunkt des deutschen Wirtschaftswunders können sich immer mehr Bundesbürger ein Auto leisten. Urlaub auf eigener Achse rückt damit in greifbare Nähe – vornehmlich mit dem VW Käfer. Schon während des Zweiten Weltkriegs hat Helmut Knaus die Idee, für den kommenden Volkswagen einen Wohnanhänger zu konstruieren. Kompakt, komfortabel und leicht soll er sein. Und rundlich wie ein Schwalbennest, das Pate für den Namen steht.



Als das Schwalbennest 1961 vorgestellt wird, kostet es mit rund 3000 Mark nur 800 Mark weniger als ein damaliges VW Käfer 1200-Standard-Modell. Das passende Firmenlogo entwirft Helmut Knaus gleich mit: ein fliegendes Schwalbenpaar, das bis heute jedes Reisemobil und jeden Wohnwagen von Knaus ziert. Als 1962 in Essen der erste Caravan-Salon stattfindet, legt Knaus nach. Mit dem Südwind kommt neben dem Monsun ein Caravan auf den Markt, dessen Reihe bis heute die erfolgreischste unter den Knaus-Wohnwagen ist. Das Schwalbennest erlebt Jahre später einen zweiten Frühling: 2011 wird es als dem Original nachempfundener Caravan zum 50Jahre Jubiläum in einer limitierten Auflage von 150 Exemplaren neu aufgelegt.

Angesichts des großen Erfolgs müssen zusätzlich zum Werk in Marktbreit im benachbarten Ochsenfurt neue Produktionskapazitäten geschaffen werden. In den 1960er-Jahren entsteht ein modernes Werk mit eigener Werkfeuerwehr. Das Fahrgestell für den Spritzenanhänger wird im Haus konstruiert und gebaut.  In Jandelsbrunn, in der Nähe von Passau,  entsteht 1969 mit einem Investitionsvolumen von fünf Millionen Mark das neue Stammwerk, das 1970 den Betrieb aufnimmt. Hier wird zunächst der Jet produziert. Außerdem treibt Helmut Knaus den Aufbau des – heute mit rund 600 Partnerfirmen – flächendeckenden europäischen Vertriebs- und Servicenetzes voran. 1973 wird Konkurrent Eifelland übernommen, 1974 der Wohnwagenhersteller Wolfbart. Für Mut und Pioniergeist wird Helmut Knaus 1973 mit dem Bundesverdienstkreuz  ausgezeichnet.

In den 1980er-Jahren sind vor allem Südwind und Azur Umsatztreiber, sodass Knaus zu einem der führenden Caravan-Hersteller Europas aufsteigt. 1988 ist der Traveller das erste Reisemobil von KNAUS – und erobert sich gleich den Titel „Reisemobil des Jahres“, den die Fachzeitschrift „PROMOBIL“ vergibt. 1996 folgt mit dem Travel Liner das erste vollintegrierte Reisemobil und wird vom Start weg ein Erfolg. Im selben Jahr entscheiden sich die beiden Traditionsfirmen Knaus und Tabbert zu einer engeren Kooperation, bis sie schließlich im Jahr 2001 fusionieren. So entsteht 2002 die Knaus Tabbert Group GmbH.
2004 setzt Knaus erneut einen Meilenstein und definiert mit dem Sun TI die Fahrzeuggattung der Teilintegrierten mit großem Panoramadach neu. Im Jahr darauf bringt das Unternehmen den ersten Kastenwagen – heute CUV genannt (Caravaning Utility Vehicle) – von Knaus auf den Markt.

2012 definiert sich Knaus mit dem Sky I bei den Vollintegrierten in Sachen Form, Funktion und Qualität völlig neu. 2013 dann die Studie Caravisio und ihrem stromlinienförmigen Design eine gänzlich neue Formensprache bei Wohnwagen vorweg. 2015 melden sich die Jandelsbrunner mit dem Sun I eindrucksvoll im Luxussegment der Liner zurück. 2016 folgt mit dem Travelino der Schritt in die Zukunft des Wohnwagenbaus. Er ist der erste UltraLight-Caravan von Knaus Tabbert mit neuer FibreFrame-Basis. Nach dem gleichen Konstruktionsprinzip ist auch der ebenso flexible wie variable Deseo konzipiert, der 2017 folgt. 2016 kommt außerdem der Teilintegrierte Sky TI von Knaus. Darüber hinaus zeichnet das Unternehmen mit seinem Programm THE MISSION den Weg in die Zukunft vor – mit innovativem Leichtbau im Fokus aller Bemühungen. 2017 ist nach Einführung der L!VE-Baureihe die größte und attraktivste Modellpalette der Unternehmensgeschichte komplett. Im selben Jahr beginnt eine breit angelegte Kooperation mit VW, 2018 auch mit MAN. Der Boxdrive auf Basis des VW Crafter und der Van TI Plus als erstes Reisemobil auf MAN TGE sind die erfolgreichen Ergebnisse dieser zukunftsweisenden Kooperationen. Der Van TI Plus 700 LF hat bei der Wahl zum „Goldenen Reisemobil 2019“ der Zeitschrift „Auto Bild Reisemobil“ den Sonderpreis der Redaktion für die „Beste Fahrzeug-Neuheit 2019“ gewonnen.

Als Folge der internationalen Wirtschaftskrise in 2008 muss das Unternehmen Ende des Jahres Insolvenz anmelden. Um jedoch schon Anfang 2009 mit starken Investoren an der Seite wieder den Betrieb aufzunehmen. Das geht aber nur, weil ein kluges Führungsteam und ein umsichtiger Betriebsrat die richtigen Weichen stellen. So kündigen die Mitarbeiter beispielsweise freiwillig, um einen Neubeginn als Knaus Tabbert GmbH zu ermöglichen.
Um im Jubiläumsjahr 2020 gebührend zu feiern, ist KNAUS – getreu dem Motto „Freiheit, die bewegt“ – seit Juni bis Jahresende mehrere tausend Kilometer durch Deutschland unterwegs: Die Tour führt zu einigen der schönsten „mein PLATZ“-Campingplätze. Immer mit dabei hat das Jubiläumstour-Team Expertenwissen zu Caravaning-Themen, Informationen zur KNAUS Markenwelt und ein Unterhaltungsprogramm mit Comedy, Live-Musik und kulinarischen Köstlichkeiten aus der KNAUS Heimat Niederbayern – natürlich alles unter Einhaltung der erforderlichen Hygiene-Maßnahmen. Viele halten Caravaning aktuell für die sicherste Urlaubsform überhaupt, #ÜberallZuhause in den eigenen mobilen vier Wänden – dieses Lebensgefühl feiert die KNAUS Jubiläumstour mit „mein PLATZ“.

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