© Anton Sima
Geschichte, Kunst, Natur und gutes Essen: all das bietet die Toskana. Und es ist
das italienische Lebensgefühl, das „Dolce far niente“, weswegen Bella Italia nach wie vor das Lieblingsurlaubsland der Österreicher
ist. Dem „süßen Nichtstun“ geben wir uns auf unserer einwöchigen Reise allerdings nicht oft hin, denn wie würden wir sonst
zu all den schönen und interessanten Plätzen kommen, die wir uns ansehen möchten?
Manchmal haben wir eher das Gefühl, uns beeilen zu müssen, da die nächste schöne Stadt schon auf uns wartet. Und da es am Weg liegt, planen wir sowohl für die Hin- als auch für die Rückfahrt noch je einen Tag in Norditalien ein, was die knapp 1.000 Kilometer bis in die Toskana noch abwechslungsreicher macht.
Am Nachmittag verlassen wir Venedig und sind drei Stunden und etliche Kurven später im bergigen Kleinstaat San Marino. Der Campingplatz „Garden Village San Marino“ liegt ein paar Kilometer unterhalb der Altstadt, die man am besten zu Fuß entdeckt. Der charmante Zwergstaat ist die älteste Republik der Welt und etwa nur so groß wie die Stadt Salzburg oder auch der 13. und 14. Wiener Gemeindebezirk zusammengenommen. San Marino gilt als das drittkleinste Land Europas, hinter dem Vatikan und Monaco.
Abends fahren wir mit dem Bus die wenigen Kilometer hinauf in die Altstadt und lassen uns in einem der vielen guten Restaurants mit Trüffelpasta und Fisch verwöhnen. Die Preise hier sind verhältnismäßig günstig. Die Steuersätze sind sehr gering, weshalb der wohlhabende Kleinstaat auch den Ruf eines Steuerparadieses hat. Außerdem können sich die Menschen hier über so gut wie keine Arbeitslosigkeit freuen. Und die Männer haben angeblich die höchste Lebenserwartung der Welt.
Manchmal haben wir eher das Gefühl, uns beeilen zu müssen, da die nächste schöne Stadt schon auf uns wartet. Und da es am Weg liegt, planen wir sowohl für die Hin- als auch für die Rückfahrt noch je einen Tag in Norditalien ein, was die knapp 1.000 Kilometer bis in die Toskana noch abwechslungsreicher macht.
Herbstlicher Flair in der Lagunenstadt
Obwohl wir schon oft hier gewesen sind, können wir doch nicht einfach an Venedig vorbeifahren! Aus diesem Grund ist die Lagunenstadt unser erstes Ziel. „Camping Fusina“ liegt sehr praktisch, nämlich ein wenig außerhalb der Stadt. Das ist wie gemacht für uns, da wir von dort aus am nächsten Morgen mit dem kleinen Fährboot direkt ins Zentrum von Venedig schippern wollen. Die Hafen- und Industrieanlagen rund um den Campingplatz und die in die Jahre gekommenen Sanitäreinrichtungen hier überzeugen uns wenig. Wir werden aber tags darauf vom einzigartigen Flair der Lagunenstadt belohnt. Selbst der herbstliche Nieselregen tut dem keinen Abbruch.Am Nachmittag verlassen wir Venedig und sind drei Stunden und etliche Kurven später im bergigen Kleinstaat San Marino. Der Campingplatz „Garden Village San Marino“ liegt ein paar Kilometer unterhalb der Altstadt, die man am besten zu Fuß entdeckt. Der charmante Zwergstaat ist die älteste Republik der Welt und etwa nur so groß wie die Stadt Salzburg oder auch der 13. und 14. Wiener Gemeindebezirk zusammengenommen. San Marino gilt als das drittkleinste Land Europas, hinter dem Vatikan und Monaco.
Abends fahren wir mit dem Bus die wenigen Kilometer hinauf in die Altstadt und lassen uns in einem der vielen guten Restaurants mit Trüffelpasta und Fisch verwöhnen. Die Preise hier sind verhältnismäßig günstig. Die Steuersätze sind sehr gering, weshalb der wohlhabende Kleinstaat auch den Ruf eines Steuerparadieses hat. Außerdem können sich die Menschen hier über so gut wie keine Arbeitslosigkeit freuen. Und die Männer haben angeblich die höchste Lebenserwartung der Welt.
Im Herzen der Toskana
Tags darauf machen wir uns auf nach Siena – mitten ins Herz der Toskana. Der kürzeste Weg über die Autobahn wäre normalerweise in gut drei Stunden Fahrzeit zu schaffen. Wir aber sind fast den ganzen Tag unterwegs, weil wir uns für die kleinen Straßen entscheiden, die als landschaftlich schön bekannt sind. Nur so sehen wir neben den berühmten Städten auch die malerische hügelige Landschaft, die Weinberge und die mittelalterlichen Dörfer. Für die heutige Strecke nehmen wir uns bewusst etwas mehr Zeit.Auf einem Hügel in der Vorstadt von Siena liegt „Camping Siena Colleverde“, von wo aus wir am nächsten Morgen einen Linienbus in die Altstadt nehmen. Egal, ob Venedig, Siena oder Florenz: Für uns ist der Morgen die schönste Zeit in den ansonsten häufig von Touristen bevölkerten Hotspots der Toskana. Das Getümmel fängt meist erst am späten Vormittag an. Der großartige fächerförmige Hauptplatz, die Piazza del Campo, ist mit Ziegel gepflastert. Die Stadt ist für ihre beeindruckenden mittelalterlichen aus Ziegeln gebauten Gebäude bekannt.
Nur eine Stunde trennt Siena von Florenz, der Hauptstadt der Toskana. Am Weg nach Norden gibt es wunderbare Varianten über die Chianti-Hügelkette zu fahren. Es bietet sich an, einem oder mehreren der Dörfer mit wohlklingenden Namen wie Greve, San Gimignano, Castellina oder Radda einen Besuch abzustatten. In Florenz übernachten wir am „Firenze camping in town“: ideal gelegen, um mit dem Bus in wenigen Minuten die Altstadt zu erreichen. Die Renaissancestadt gleicht einem riesigen Freilichtmuseum für Kultur und Geschichte.
Größtes Genie der Renaissance
Eine knappe Autostunde westlich von Florenz liegt das malerische Hügeldorf Vinci. Es ist Namensgeber und Heimatort des größten Genies der Renaissance. Leonardo da Vinci war genialer Erfinder, Architekt, Ingenieur, Philosoph, Maler, Künstler und Erforscher des menschlichen Körpers. Im Leonardo-da-Vinci-Museum bestaunen wir ehrfürchtig die detailliert nachgebauten Maschinen und Konstruktionen, Flugobjekte, Skizzen und Kunstwerke. Ein paar Kilometer weiter besuchen wir sein Geburtshaus. Die letzte Station unserer Reise liegt schon fast am halben Weg nach Hause und ist ein echter kulinarischer Höhepunkt. In San Daniele essen wir am Abend den weltberühmten, luftgetrockneten Schinken. Am nächsten Morgen unternehmen wir noch einen kleinen Spaziergang in die charmante Altstadt, bevor wir uns endgültig verabschieden und Bella Italia durch das Kanaltal Richtung Österreich „Ciao“ sagen.Campingplätze
Camping Fusina
campingfusina.com/de
Garden Village San Marino
centrovacanzesanmarino.com
Camping Siena Colleverde
sienacamping.com
Firenze camping in town
firenze.huopenair.com/de
Text und Bild: Anton Sima
Ein Artikel aus der Camping Revue 3/2025.
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