Rad-Touren in Österreich
Die schönsten Routen in jedem Bundesland

Der ÖCC präsentiert die schönsten und abwechslungsreichsten Radtouren in unserer Heimat.
Ein Fahrrad ist langsam genug, um unterwegs die Schönheiten der Natur entdecken zu können. Gleichzeitig ist man aber wesentlich schneller als zu Fuß. Fahrrad fahren ist gesund und macht Spaß, es ist ein nützliches, die Umwelt schonendes Verkehrsmittelund das ideale Freizeitgerät. Fahrrad fahren bietet jene Ruhe und Beschaulichkeit, nach der wir uns im hektischen Alltag all zu oft sehnen. Deshalb schnell rauf auf ’s Rad und rein in die Natur – Österreich bietet hierfür alles.

Niederösterreich - Donauradeln in der Wachau

Die Fahrt mit dem Fahrrad durch die Weltkulturerberegion Wachau zwischen Emmersdorf und Krems ist wohl die schönste Etappe des 2.850 Kilometer langen Donauradweges, der durch mehrere Länder von der Quelle in Deutschland bis ans Schwarze Meer führt. Es gibt viele Gründe, warum der Donauradweg zu den meistbefahrenen Radrouten Mitteleuropas zählt. Gerade in der Wachau zeigt er sich in Hochform und präsentiert spektakuläre Kulturlandschaften, romantische Städtchen, schöne Aussichtspunkte und alle paar Kilometer verführerische Möglichkeiten zum Rasten oder Übernachten. Auch Spritztouren ins Hinterland sind sehr reizvoll. Die Strecke verläuft fast durchwegs auf Treppelwegen direkt am Fluss, Steigungen sind praktisch unbekannt.
 
Für Camper bietet sich beispielsweise Camping Stumpfer in Schönbühel an. Von dort geht es flußaufwärts nach Emmersdorf, dann über die Brücke ans andere Donauufer und durch die ganze Wachau über Dürnstein nach Krems. Ein Schiff bringt Sie samt Rad bequem wieder zurück. Oder man tritt in die Pedale und fährt selbst am rechten Ufer flussaufwärts zurück zum Campingplatz. Diese Runde ist allerdings 70 Kilometer lang. Man kann auch an mehreren Stellen der Donau immer wieder übersetzen und die Tour somit beliebig abändern.

Schwierigkeit: leicht
Länge: einfach 35km
Dauer: drei Stunden
E-Bike-Aufladestation in Emmersdorf

Campingplätze:

Camping Stumpfer in Schönhübel
W
achau Camping in Rossatz

Infos:
www.donau.com/donauradweg
www.ddsg-blue-danue.at/de/linie_Wachau_wachauschifffahrt

Burgenland - Paradiesroute

Die Paradiesroute verläuft um das gesamte Südburgenland – vorbei an drei Naturparks, zwei Flusslandschaften und dem Dreiländer-Eck Österreich-Ungarn-Slowenien. Unsere ausgewählte Route ist ein 40 Kilometer langer Teilabschnitt des insgesamt 260 Kilometer langen Radweges. Der Campingplatz Jennersdorf liegt an jenem Punkt der Paradiesroute, an dem diese eine Schleife bildet und sich selbst kreuzt. Demgemäß eignet sich Jennersdorf besonders als Ausgangspunkt für eine Tagesfahrt. Ab hier können Teilstücke der Etappe 3 „Rudersdorf – Minihof Liebau“ und der Etappe 4 „Minihof Liebau – Hagensdorf“ als Rundkurs befahren werden.

Die anmutige Landschaft des Dreiländer-Naturparks Raab-Orség- Goricko begegnet Ihnen ebenso wie eine beeindruckende Burganlage. Auch malerische Dörfer liegen am Weg, eine Künstlersiedlung, eine Uhudler-Hochburg, alte Mühlen, Naturbadeseen und die heißen Quellen einer Therme. Die romantische Kleinstadt Jennersdorf und ein Künstlerdorf mit urigen, strohgedeckten Bauernhäusern durchfährt man ebenso.

Routenverlauf: Jennersdorf (liegt auf km 68 der Paradiesroute) – Neumarkt an der Raab – St. Martin an der Raab – Oberdrosen – Tauka – Neuhaus am Klausenbach – Mühlgraben – Minihof Liebau (liegt auf km 85 der Paradiesroute, hier endet Etappe drei und startet Etappe 4) – Windisch Minihof – Doiber (hier läuft die Paradiesroute parallel zum Raabtal Radweg) – zwischen St. Martin an der Raab und Jennersdorf (liegt auf km 104 der Paradiesroute) kreuzt sich die Paradiesroute selbst und führt zurück nach Jennersdorf.

Schwierigkeit: leicht
Länge: ca. 40 km
Dauer: ca. 3,5 Stunden

Campingplätze

Campingplatz Rauchwart
Campingplatz Jennersdorf
Thermencamping Oberschützen
Campingplatz Hannersdorf

Interatkive Routenplanung, radfeundliche Betriebe, Verleih und Servicestationen: www.burgenland.info/rad
Etappeninfos und E-Bike-Verleihstationen: www.suedburgenland.info

Oberösterreich - Ins Tal der Graugänse

Das Almtal ist ein landschaftliches Juwel im oberösterreichischen Salzkammergut. Bekannt ist es vor allem für den im Talschluss gelegenen Almsee, der vor der Kulisse des Toten Gebirges liegt. Hier forschte Nobelpreisträger Konrad Lorenz an seinen Graugänsen und hier befindet sich auch der Cumberland Wildpark.

Radfahrer erforschen das Almtal auf dem Almtalradweg, der im oberösterreichischen Radwegenetz mit der Nummer „R11“ ausgeschildert ist. Insgesamt ist er 55 Kilometer lang und führt von Wels über Eberstalzell, Viechtwang und Scharnstein nach Grünau im Almtal und weiter zum Almsee. Der Radweg ist vorwiegend auf verkehrsarmen und asphaltierten Nebenstraßen geführt, erst im letzten Abschnitt von Grünau zum Almsee fährt man auf der Landesstraße. Von der Campinganlage Almtal Camp in Pettenbach aus ist der Radweg auf kurzem Weg erreichbar. Der Campingplatz Schatzlmühle in Scharnstein liegt direkt am Radweg. Auf dem Weg durch das Almtal liegen eine Reihe von Sehenswürdigkeiten: Das Sensenmuseum Geyerhammer und das Kriminalmuseum in Scharnstein oder der Wildpark in Grünau. Sollten für die Rückreise die Energiereserven fehlen, steigen Radler in die Züge der Almtalbahn zwischen Wels und Grünau ein.

Schwierigkeit: leicht
Länge: 55km
Dauer: ca. sechs Stunden

Campingplätze

Camping Schatzlmühle an der Alm
Almtal Camp

Toursimusverband Almtal: www.almtal.at

Salzburg - Entland des Tauernradweges

Unter den Salzburgern wird die Tauernradwegrunde, die insgesamt 270 Kilometer misst und entlang von Salzach und Saalach führt, längst als Lieblings-Radweg gehandelt. Kein Wunder: 95 Prozent der idyllischen Strecke verlaufen auf reinen Radwegen und verkehrsarmen Nebenstraßen. Auf dem Teilabschnitt von Golling bis nach Salzburg radelt man an allerhand schönen Orten vorbei oder kann gleich in Golling mit einer Besichtigung der mittelalterlichen Burg beginnen. Nach der lieblichen Landschaft des Tennengaus ist der nächste Höhepunkt die Stadt Hallein, die nicht nur für das Salzbergwerk und das beeindruckende Keltendorf am Dürnberg bekannt ist, sondern auch eine malerische Altstadt hat. Den Barmstein als Grenzberg zu Deutschland auf Ihrer Linken, geht es auf flachen und autofreien Straßen direkt nach Salzburg und in das barocke Herz der Mozartstadt.

Aufgrund des Gefälles geht es meist leicht bergab (es gibt nur einige wenige Steigungen). Sämtliche Betriebe und Highlights entlang des Radwegs findet man im Tauernradwegfolder im praktischen Radtaschenformat, kostenlos bei SalzburgerLand Tourismus bestellbar.

Schwierigkeit: leicht
Länge: 30 km
Dauer: ca. drei Stunden

Campingplätze:

Camping Martina
Camping Torrenerhof
Camping Auwirt

Infos: www.tauernradweg.com

Kärnten - Millstätter See Rund-Radweg

Der Millstätter Radweg verläuft immer dem See entlang, geübte Radfahrer schaffen die Runde von 28 Kilometern in zwei Stunden. Dabei verpassen sie leider sehr viel des facettenreichen Sees. Wer sich Zeit nimmt, wird reichlich belohnt. Der See hat, wie die meisten Kärntner Seen, Trinkwasserqualität und im Sommer laden viele Buchten zum Abkühlen ein. Gleich nebenan kann man auch im moorhältigen Nass des Egelsees ein wohltuendes Bad nehmen. Vom Rad- bzw. Fußweg sind es auch nur ein paar Schritte zu einem Steg aus Felsen, den die Wellen des Millstätter Sees sanft umspülen. Über diese Steine gelangen Wanderer und Radfahrer zur Bank im Millstätter See, die wenige Meter vom Festland entfernt verankert ist. Nach dem Motto
„Augenblick, verweile, du bist so schön!“ des Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe verspricht dieser Platz Sinnlichkeit und Naturgenuss. Entlang des Weges gibt es auch zwei Raderlebnisareale in Döbriach und Millstatt. Wer beim Baden die Zeit übersehen hat, kann die Runde abkürzen und das Radschiff „Peter Pan“ besteigen.
 
Tipp: Vom Millstätter See aus können auch einige Etappen des 280 Kilometer langen Drauradweges befahren werden.

Schwierigkeit: leicht
Länge: 28 km
Dauer: ca. 3,5 Stunden

Campingplätze:

Camping Brunner am See
Seecamping Mössler
Schwimmbad Camping Mössler
Komfort-Campingpark Burgstaller
Camping Neubauer
FKK und Textil Camping-Strandbad Pesenthein

Info: www.kaernten.at/rad, www.camping.at

Steiermark - Weinland Steiermark Radtour

Radfahrer können auf dem neuen, knapp 400 Kilometer langen Radrundweg in acht Etappen das steirische Weinland mit seinen kulinarischen Besonderheiten und kulturellen Schätzen genussreich entdecken. Eine Etappe verbindet die Entspannung in den Thermen mit
dem Genuss der Südsteirischen Weinstraße.
 
Es geht von Bad Radkersburg aus entlang der Mur, die hier die Grenze zu Slowenien bildet, durch das Natura-2000-Europa-Schutzgebiet der Murauen. Man radelt gemütlich durch idyllische Dörfer, vorbei an Kürbis- und Maisfeldern und durch die eindrucksvollen Auwälder. Sehenswert sind unterwegs etwa die Ölmühle Sixt oder die Murecker Schiffsmühle, bei der es auch gutes Essen gibt. Weiter geht es dann zum Eingang der Südsteirischen Weinstraße. Im Ort Ehrenhausen sollte man unbedingt einen Abstecher ins Genussregal Südsteiermark machen, das einen Einblick in die kulinarischen Schmankerln der Steiermark bietet – Verkostungsmöglichkeiten inklusive! Schließlich geht es vorbei am Römermuseum Flavia Solva bis in die Weinstadt
Leibnitz, deren schöner Hauptplatz zum Verweilen und Shoppen einlädt.

Retourweg oder Abkürzung: Von Bad Radkersburg bis Spielfeld ist die Schnellbahnlinie S 51 immer in der Nähe und bietet eine einfache Möglichkeit der Rückkehr nach Bad Radkersburg. Zur einfachen Orientierung kann man sich den Streckverlauf und die Detailkarten auch auf der Homepage ansehen und für jede Etappe ein umfangreiches PDF ausdrucken. www.steiermark.com/rad

Schwierigkeit: leicht
Länge: 52 km
Dauer: ca. 5 Stunden

Campingplätze:

Parktherme Bad Radkersburg
Camping am Röcksee
Camping Gleinstätten
Campingplatz Leibnitz

Tirol - In die Karwendeltäler zur Gramai Alm

Diese wunderschöne Tour führt vom Alpen Caravan Park Achensee in Achenkirch in den Alpenpark Karwendel. Man fährt entweder vom Campingplatz den See entlang nach Pertisau oder nimmt dafür das Schiff und spart sich eine Stunde. Von dort aus fährt man vorbei an der Karwendel-Bergbahn und geradeaus in die Karwendeltäler. Den Mountainbikeschildern folgend, kommt man schließlich über die Falzturnalm zur Gramaialm. Der Großteil dieser Strecke ist Asphaltstraße und man überwindet 300 Höhenmeter. Wem der Weg zu weit ist, kann bereits auf halber Strecke auf der Falzturnalm einkehren.

Die Gramai Alm bietet eine traumhafte Naturkulisse auf 1.267 Meter Seehöhe und ist von der Bergwelt des Naturschutzgebiets Alpenpark Karwendel umgeben. Zurück nimmt man die gleiche Strecke bis Pertisau und von dort geht es wieder wahlweise über die Seepromenade oder mit der Achenseeschifffahrt retour.

Schwierigkeit: mittel
Länge: 16 km mit Schifffahrt, 50 km ohne Schifffahrt
Dauer: zwei Stunden mit und vier Stunden ohne Schifffahrt

Campingplätze:

Alpen Caravan Park Achensee

Info: www.achensee.com, www.tirol-schiffahrt.at

Vorarlberg -  Mit dem E-Bike vom Bodensee bis zum Piz Buin

Berge erleben und radeln, das war lange Zeit nur für gut Trainierte eine machbare Kombination. Mit dem E-Bike ist das anders – da kann man lockerer Höhen erklimmen und quer durchs Land fahren. Dazu empfehlen wir die Tour vom Bodensee bis zum Fuße des Piz Buin. 

Die etwa 100 Kilometer lange Strecke startet in Bregenz am Bodensee auf etwa 400 Metern und führt bis nach Gaschurn auf etwa 980 Metern. Die ersten Abschnitte am Rhein entlang und durch den Walgau sind auch für Familien geeignet. Die Strecke führt zu sehenswerten Zielen und lässt genügend Zeit für Besichtigungen. Dazu bieten sich die Städte Bregenz und Feldkirch an oder man macht einen Badeabstecher in den Alten Rhein, der zwischen Lustenau und Hohenems verläuft. Wer es trotz E-Bike-Schubhilfe noch gemütlicher möchte, steigt für einige Teilstrecken einfach auf die Bahn um.

Wer sportlich ambitioniert ist, der kann die gesamte Tour mit dem E-Bike in etwa acht bis zehn Stunden bewältigen, wer mit dem normalen Fahrrad fahren möchte, macht besser nur Teilstrecken oder nimmt sich zwei Tage Zeit. Campingplätze entlang der Route gibt es ja genug. Von Gaschurn aus besteht die Möglichkeit, mit dem Bus nach Schruns zu fahren und dann weiter mit der Bahn nach Bregenz zurück.

Verleih: Intersport Montafon-Rankwell-Dornbirn in Dornbirn. Im Montafon gibt es ein dichtes Netz an Verleih-, Tausch- und Ladestationen.

Schwierigkeit: mittel, Ausdauer erforderlich
Länge: 100 km
Dauer: ca. neun Stunden

Campingplätze:

Seecamping Bregenz
Camping Mexico am Bodensee
Waldcamping Feldkirch
Alpencamping Nenzing
Aktivcamping Montafon
Waldcamping Batmund in St. Gallenkirch


Von Anton Sima

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