Neuerungen für Reisende 2018

Vom Fahrverbot an der Amalfitana über neue Tempolimits in Frankreich und eine durchgehende Autobahn nach Griechenland bis zur Fussball-WM in Russland - wir haben die Neurungen 2018 für Sie zusammengestellt. 

Fahrverbot an der Amalfitana in Italien

Auf der Strecke zwischen Vietri sul Mare und Positano gelten seit Jahren strenge Verkehrsbestimmungen.
Die süditalienische Küstenstraße Amalfitana (SS 163) südlich von Neapel ist ein beliebtes Reiseziel von Autotouristen. Aufgrund des stetig wachsenden Verkehrs auf der schmalen, rund 40 Kilometer langen, Strecke zwischen Vietri sul Mare und Positano mit ihren vielen engen Kurven gelten dort seit Jahren strenge Verkehrsbestimmungen. 
 

Die Bestimmungen im Detail

Wohnwagengespanne und Wohnmobile dürfen täglich von 06:30 bis 24:00 Uhr nicht fahren.
Touristenbusse mit einer Höhe von über 4 Metern oder einer Länge von mehr als 10,36 Metern dürfen die Strecke zu keiner Zeit befahren.
Allen übrigen Touristenbussen mit einer Läge über 8 m, ist die Zufahrt lediglich in folgenden, verkehrsreichen Zeiträumen verwehrt: Ostern, 25. April, 1. Mai, 1. Juni bis 31. Oktober, 1. November, 8., 24., 25., 26. und 31. Dezember.
Hintergrund: Ursprünglich galten die Fahrverbote an der Amalfitana nur für eine Reisesaison, vor einigen Jahren wurden sie auf das ganze Jahr ausgedehnt. Die Verbote gelten nun permanent, werden aber jährlich überprüft. Wer gegen das Fahrverbot verstößt, muss mit Strafen rechnen. Quelle: ADAC, ENIT

Tempolimit auf frankreichs Landstraßen wird gesenkt

Ab 1. Juli sind auf zweispurigen Straßen ohne trennenden Mittelstreifen nur mehr 80 km/h statt wie bisher 90 km/h erlaubt.
Im Kampf gegen die hohe Zahl von Verkehrstoten will die Regierung das Tempolimit auf Frankreichs Landstraßen von 90 km/h auf 80 km/h senken. Die Maßnahme tritt am 1. Juli in Kraft und betrifft zweispurige Straßen ohne trennenden Mittelstreifen, in Frankreich insgesamt cirka 400.000 Straßenkilometer. Strecken, bei denen in jede Richtung zwei Spuren führen, sind von der Maßnahme ausgenommen. Hier gilt auch künftig Tempo 90. Unverändert bleiben sollen auch die Geschwindigkeitsbeschränkungen in Ortschaften, auf Schnellstraßen und Autobahnen. Dort sind 50km/h, 110 km/h bzw. 130 km/h erlaubt.Im Zuge der Verkehrssicherheit sind neben der Absenkung der Geschwindigkeitsbegrenzung auch höhere Strafen für Handynutzer am Steuer oder Autofahrer, die den Zebrastreifen ignorieren, vorgesehen. Diese Verschärfungen könnten 2019 kommen. Quelle: ADAC
 

Mazedonien/Serbien: Schon bald durchgehende Autobahn nach Griechenland

Transitreisende in Richtung Griechenland haben es diesen Sommer leichter. Am Dienstag, 24. April, wurde in Mazedonien auf der Autobahn A 1 (Tabanovce - Gevgelija) die letzte, 28 Kilometer lange, Lücke zwischen Demir Kapija und Smokvica geschlossen. Dadurch verkürzt sich die Fahrtzeit um mindestens eine halbe Stunde. Wenn wie geplant im weiteren Jahresverlauf auch in Serbien die letzten beiden, zusammen 40 Kilometer langen, Abschnitte der A 1 (Belgrad – Tabanovce) südlich von Leskovac freigegeben werden, existiert erstmals eine direkte Autobahnverbindung zwischen Österreich und Griechenland. Die durchgängige Route führt dann zunächst über Budapest oder Zagreb nach Belgrad und von dort in südlicher Richtung über Nis an Skopije vorbei bis Thessaloniki. 
 

Umweltzone in Brüssel

Seit 1. Jänner 2018 gilt in der belgischen Hauptstadt eine Umweltzone. Befahren werden darf diese nur von Fahrzeugen, die die Abgasnorm einhalten. Ein Einfahrtsverbot gilt zunächst für ältere Diesel-Fahrzeuge der Abgasnormen Euro 0 und Euro 1. Die Umweltzone wird großteils durch den Brüsseler Autobahnring R0 begrenzt – der Ring selbst gehört nicht zur Umweltzone. Wer die Voraussetzungen für die Einfahrt erfüllt, muss sein Fahrzeug vorab online registrieren. Bis einschließlich September 2018 gilt eine Schonfrist, im Rahmen derer auf Strafen bei Verstößen gegen die Umweltzone verzichtet wird. Danach betragen die Strafen 350 Euro. Weitere Verschärfungen der Umweltzone, u.a. auch für Benzinmotoren, werden für 2019 erwartet.
Der ÖAMTC Routenplaner weist bei der Routenplanung auf die wichtigsten Umwelt- und City Maut-Zonen in Europa hin.
 

Touristenabgabe in Griechenland und auf den Balearen

Wer seinen Urlaub 2018 in Griechenland oder auf den Balearen verbringen möchte, muss tiefer ins Geldbörserl greifen. Griechenland erhebt zu Jahresbeginn eine sogenannte Aufenthaltssteuer, die je nach Hotelkategorie bis zu vier Euro pro Zimmer und Nacht betragen soll. Von der Abgabe sind auch Gäste in Ferienwohnungen betroffen. Auf den Balearen verdoppelt sich während der Hauptsaison die Touristenabgabe. Wer also zwischen Mai und Oktober auf die Balearen reist, muss bis zu vier Euro pro Kopf und Nacht zahlen – abhängig von der Hotelkategorie. Wer als Unterkunft ein Ferienhaus wählt, muss zwei Euro pro Zimmer und Nacht an Steuern zahlen. 
 
 

Neues Pauschalreisegesetz

Zum 1. Juli 2018 tritt das neue Pauschalreisegesetz in Kraft. Damit werden die speziellen Schutzvorschriften auf jene ausgeweitet, die ihre Reise selbst online buchen – bisher waren nur Buchungen über Reisebüros inbegriffen. Zudem bestand eine "klassische" Pauschalreise bisher aus der Kombination zweier Reiseleistungen wie Personenbeförderung (z. B. Flug), Unterbringung (z.B. Hotel) oder einer anderen touristischen Dienstleistung (z.B. Rundreise). Hinzu kommt ab Juli die Vermietung eines Fahrzeugs als eigener Pauschalreise-Baustein. Damit gelten auch Reisekombinationen wie Mietwagen und Flug als Pauschalreise. Nicht mehr dem speziellen Schutz von Pauschalreisen unterliegen künftig Ferienhausmieten und Tagesreisen unter 24 Stunden. Der Veranstalter hat künftig mehr Spielraum bei Leistungsänderungen vor Reiseantritt (z. B. Reiseroute oder Flugzeiten). Widerspricht der Reisende den Änderungen nicht ausdrücklich, gilt dies als stillschweigende Zustimmung – und die Reise muss trotz und mit Änderung angetreten werden. Neu ab Juli 2018 ist auch, dass der Reiseveranstalter für die Kosten einer längeren Unterbringung – maximal jedoch drei Tage – aufkommen muss, für den Fall, dass eine Rückreise wegen außergewöhnlicher Umstände nicht möglich ist (z. B. Aschewolke nach Vulkanausbruch). Alle wichtigen Informationen und Bestimmungen für Reisende finden Sie in der Länderinfo.

Tipps für eine problemlose Reise nach Russland zur Fußball-WM

Am 14. Juni ist Anpfiff zur Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Wer sich die Spiele vor Ort anschauen möchte, sollte bezüglich Anreise und Aufenthalt einige Formalitäten beachten.
Während der WM gelten für Fußball-Fans vereinfachte Bestimmungen für Einreise und Aufenthalt – jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen. So muss mit dem Kauf des Fußballtickets eine sogenannte "Fan-ID" beantragt werden. In Kombination mit einem gültigen Reisepass kann man sich damit im Zeitraum zwischen 4. Juni und 25. Juli 2018 visumsfrei in Russland aufhalten. Die "Fan-ID" sollte man immer zusammen mit dem Ticket und dem Reisepass griffbereit haben – so ausgestattet kann man auch die Sonderzüge, die zwischen den Spielstätten verkehren, kostenlos nutzen. Reisende müssen sich außerdem in den Städten der Spielaustragungen binnen 24 Stunden registrieren lassen – entweder durch das Hotel oder die einladende Person bzw. Organisation. 

Verkehrsbestimmungen im Überblick: 

Wer mit dem eigenen Auto anreist und vor Ort unterwegs ist, sollte den österreichischen Führerschein und Zulassungsschein mit an Bord haben – inklusive einer russischen Übersetzung (diese ist kostenpflichtig an der Grenze erhältlich). Die Mitnahme eines Internationalen Führerscheins, der an den ÖAMTC-Stützpunkten erhältlich ist, wird empfohlen. Außerdem benötigen Reisende die kostenpflichtige große Grüne Versicherungskarte, in der das Länderkürzel "RUS" eingetragen ist. Das Nationalitätenkennzeichen "A" muss auch bei EU-Kennzeichen zusätzlich gut sichtbar am Fahrzeug angebracht werden.Die russischen Verkehrsbestimmungen unterscheiden sich teils stark von den österreichischen und sollten daher unbedingt vorab in Erfahrung gebracht werden. So besteht in Russland keine generelle Mautpflicht – einige Straßen sind jedoch streckenweise mautpflichtig (darunter M1, M3, M4 und M11). Zur verpflichtenden Pkw-Ausstattung gehört auf russischen Straßen neben Warndreieck und Verbandszeug auch ein Feuerlöscher. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen liegt bei 110 km/h, außerorts 90 km/h und innerorts 60 km/h. Wichtig für Fans, die gern ein Bier zum Spiel trinken: Die Promillegrenze beträgt 0,35. Sowohl Alkoholvergehen als auch Tempoverstöße werden hart bestraft. Das Telefonieren am Steuer ist tabu. Weitere Verkehrsregelungen sowie viele nützliche Infos für eine Reise nach Russland sind in der Länderinfo zu finden.


Quelle: ÖAMTC


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Stand der Informationen: 06.06.2018

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