
Auch dieses Jahr gibt es im europäischen Ausland wieder viele neue Regeln, Bestimmungen und Veränderungen für Autofahrer. Damit man bei der nächsten Reise auf alle Neuerungen gut vorbereitet ist, sind hier die wichtigsten Neuigkeiten zusammengefasst:
Tschechische Republik
Preiserhöhung bei den Vignetten mit dem neuen Jahr:
Die Jahresvignette kostet nun umgerechnet ca. 46 Euro, statt bisher 39 Euro.
Die Monatsvignette wird von knapp 12 Euro auf 14 Euro erhöht.
Die 7-Tages-Vignette wird durch die neue 10-Tages-Plakette ersetzt, diese kostet dann rund 10 Euro.
Wichtige Änderungen gibt es auch für die Fahrer von schweren Wohnmobilen, denn Fahrzeuge über 3,5 Tonnen müssen jetzt eine kilometerabhängige Maut entrichten. Das benötigte „Premid“ funktioniert ähnlich wie die heimische Go-Box und ist an Tankstellen erhältlich.
Außerdem werden in Tschechien die Alkoholkontrollen verschärft. In Zukunft wird nicht mehr nur bei einem konkreten Verdacht ein Alkotest durchgeführt, sondern der Test wird bei jeder Verkehrskontrolle obligatorisch.
Deutschland
Sechs neue Umweltzonen in Deutschland: Seit dem neuen Jahr darf in Bonn, Freiburg, Heidelberg, Pfinztal, Osnabrück und Münster nur noch mit einer Plakette in die Umweltzonen eingefahren werden, welche signalisiert, dass ein bestimmter Ausstoß an Schad- und Feinstoffen nicht überschritten wird. Münster führt direkt eine verschärfte Form ein, in der nur noch Fahrzeuge mit gelber und grüner Plakette einfahren dürfen. Weitere Verschärfungen gibt es in Frankfurt und Bremen, hier gilt nur noch die gelbe und grüne Plakette. In Berlin und Hannover ist die Einfahrt auf die grüne Plakette beschränkt. Stuttgart hat eine Verschärfung auf die gelbe und grüne Plakette für Juli diesen Jahres geplant.
Ungarn
Ungarn wird vermutlich zum Februar 2010 seine Vignettenpreise um 15 – 17 Prozent anheben. Genauere Preise sind noch nicht bekannt. Wer die Jahresvignette noch im Jänner kauft wird auf jeden Fall billiger wegkommen.
Slowakei
Alte und nicht mehr gültige Vignetten müssen von der Windschutzscheibe entfernt werden und GPS Geräte darf man ab sofort nicht mehr in der Mitte der Frontscheibe anbringen. Fahrzeuge über 3,5 t (darunter auch schwere Wohnmobile) müssen seit 2010 auf allen Autobahnen, Schnell- und Bundesstraßen eine kilometerabhängige Maut entrichten. Die Maut wird vollelektronisch über ein an der Windschutzscheibe des Fahrzeuges befestigtes Gerät „OBU“ (On Board Unit) abgebucht. Das Lesegerät ist an Tankstellen und in der Nähe von Grenzübergängen erhältlich.
Serbien
In Serbien wurde bereits im Dezember eine Reihe von neuen Verkehrbestimmungen eingeführt. Die bisherige Promillegrenze von 0,5 auf 0,3 reduziert. Fahranfänger haben sogar eine Grenze von 0,0. Außerdem gibt es neue Mitführpflichten. Neben Verbandspaket, Warndreieck und einem Ersatzlampenset sind nun auch ein Ersatzreifen, Abschleppseil und eine Warnweste mitzuführen. Ebenso ist das Mitführen des Europäischen Unfallberichtes ab sofort obligatorisch. Die Höchstgeschwindigkeit im Ortsgebiet wurde von 60 km/h auf 50 km/h reduziert. Im Bereich von Schulen beträgt die erlaubte Höchstgeschwindigkeit nur noch 30 km/h.
Mazedonien
In Mazedonien ist mit dem 1. Jänner ein neues Gesetz zu Rauchverboten in Lokalen in Kraft getreten. Das totale Rauchverbot bezieht sich auch auf Kaffee- und Restaurantgärten. Wer trotzdem raucht, dem drohen Strafen von bis zu 300 Euro.
Quelle: ÖAMTC


